Medizinische Anwendungsmöglichkeiten der Wärmflasche

Der Winter ist eine Zeit, in der Wärmflaschen ihre Vorzüge zeigen, aber sie nur als einfache Wärmequelle zu nutzen, ist etwas übertrieben. Tatsächlich bieten sie viele unerwartete Anwendungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen.

1. Förderung der Wundheilung
Man füllte eine Wärmflasche mit warmem Wasser und legte sie auf die Hand, um sie zu komprimieren. Anfangs fühlte es sich warm und angenehm an. Nach mehrtägiger Anwendung war die Wunde vollständig verheilt.
Der Grund dafür ist, dass Wärme die Geweberegeneration anregt, Schmerzen lindert und die Gewebeernährung verbessert. Bei der Anwendung von Wärme auf oberflächliche Wunden kommt es vermehrt zu serösen Exsudaten, die den Abtransport von Krankheitsprodukten fördern. Zudem erweitern sich die Blutgefäße und ihre Durchlässigkeit, was den Abtransport von Stoffwechselprodukten und die Nährstoffaufnahme begünstigt, Entzündungen hemmt und die Heilung beschleunigt.

2. Schmerzlinderung
Knieschmerzen: Legen Sie eine Wärmflasche auf das Knie und wärmen Sie es – die Schmerzen werden schnell gelindert. Warme Kompressen helfen nicht nur bei Gelenkschmerzen, sondern auch bei Rückenschmerzen, Ischias und Menstruationsbeschwerden (allesamt Kältesyndrome). Legen Sie eine Wärmflasche ein- bis zweimal täglich für jeweils 20 Minuten auf die schmerzende Stelle, um die Schmerzen deutlich zu lindern. Bei subkutanen Hämatomen nach Prellungen kann eine Wärmflasche 24 Stunden nach der Verletzung die Resorption des subkutanen Blutes fördern.

3. Husten lindern
Bei Husten aufgrund von Wind und Kälte im Winter füllen Sie eine Wärmflasche mit heißem Wasser, wickeln Sie sie in ein dünnes Handtuch und legen Sie sie sich auf den Rücken, um die Kälte zu vertreiben. Dadurch kann der Husten schnell gelindert werden. Die Wärme auf dem Rücken erweitert die Blutgefäße in den oberen Atemwegen, der Luftröhre, der Lunge und anderen Bereichen und beschleunigt die Durchblutung. Dies fördert den Stoffwechsel und die Phagozytose durch weiße Blutkörperchen und wirkt hustenstillend. Diese Methode ist besonders wirksam bei beginnendem Husten im Rahmen einer Erkältung oder Grippe.

4. Hypnose
Legen Sie sich beim Schlafen eine Wärmflasche in den Nacken. Sie werden sich wohlfühlen. Zuerst werden Ihre Hände warm, dann Ihre Füße – das kann eine beruhigende Wirkung haben. Diese Methode eignet sich auch zur Behandlung von Zervikalspondylose und Schultersteife. Legen Sie außerdem zu Beginn einer Mastitis zweimal täglich für jeweils 20 Minuten eine Wärmflasche auf die schmerzende Stelle. Das fördert die Durchblutung und löst Blutstauungen. Bei intravenösen Infusionen kann eine Wärmflasche Abhilfe schaffen. Langfristige intramuskuläre Injektionen von Penicillin und anderen Medikamenten in die Hüfte können lokale Verhärtungen, Schmerzen, Rötungen und Schwellungen verursachen. Eine Wärmflasche kann die Aufnahme des Medikaments fördern und Verhärtungen vorbeugen oder diese lindern.


Veröffentlichungsdatum: 27. September 2020
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