1. Über die Herstellung von Virusprobenröhrchen
Virusprobenröhrchen zählen zu den Medizinprodukten. Die meisten inländischen Hersteller sind als Medizinprodukte der Klasse 1 registriert, einige wenige als Medizinprodukte der Klasse 2. Um den dringenden Bedarf in Wuhan und anderen Regionen zu decken, haben viele Unternehmen kürzlich den Notfallweg genutzt und eine Zulassung als Medizinprodukt der Klasse 1 beantragt. Ein Virusprobenröhrchen besteht aus einem Probenentnahmetupfer, einer Viruskonservierungslösung und einer Umverpackung. Da es weder einen einheitlichen nationalen noch einen branchenspezifischen Standard gibt, unterscheiden sich die Produkte verschiedener Hersteller erheblich.
1. Probenentnahmetupfer: Der Probenentnahmetupfer steht in direktem Kontakt mit der Probenentnahmestelle. Das Material des Tupferkopfes ist eng mit der nachfolgenden Detektion verknüpft. Der Tupferkopf sollte aus Polyester (PE) oder Viskose (einer Kunstfaser) bestehen. Tupfer aus Calciumalginatschwamm oder Holzstäbchen (einschließlich Bambusstäbchen) sind ungeeignet. Auch Baumwollprodukte dürfen nicht als Tupferkopfmaterial verwendet werden. Baumwollfasern adsorbieren Proteine stark und lassen sich daher nur schwer in die nachfolgende Aufbewahrungslösung ausscheiden. Zerbrochene Holz- oder Bambusstäbchen, die Calciumalginat und Holzbestandteile enthalten, adsorbieren ebenfalls Proteine in der Aufbewahrungslösung und können sogar die nachfolgende PCR-Reaktion hemmen. Es wird empfohlen, für den Tupferkopf synthetische Fasern wie PE, Polyester oder Polypropylen zu verwenden. Naturfasern wie Baumwolle sind nicht empfehlenswert. Nylonfasern sind ebenfalls ungeeignet, da sie (ähnlich wie Zahnbürstenköpfe) Wasser schlecht aufnehmen. Dies führt zu einem unzureichenden Probenvolumen und beeinträchtigt die Detektionsrate. Calciumalginatschwamm ist als Material für Probenentnahmetupfer verboten! Es gibt zwei Arten von Tupfergriffen: abgebrochene und integrierte. Beim abgebrochenen Tupfer wird dieser nach der Probenentnahme in das Aufbewahrungsröhrchen gegeben. Der Röhrchenverschluss wird dann in der Nähe des Probenkopfes abgebrochen. Beim integrierten Tupfer wird der Probentupfer nach der Probenentnahme direkt in das Aufbewahrungsröhrchen gegeben. Der Deckel des Aufbewahrungsröhrchens ist integriert. Richten Sie die kleine Öffnung am oberen Ende des Griffs aus und verschließen Sie den Deckel fest. Die zweite Methode ist im Vergleich zu den anderen beiden sicherer. Bei Verwendung eines abgebrochenen Tupfers in einem kleineren Aufbewahrungsröhrchen kann es beim Abbrechen zu Flüssigkeitsspritzern im Röhrchen kommen. Achten Sie daher unbedingt auf das Risiko einer Kontamination durch unsachgemäße Verwendung. Es wird empfohlen, für den Tupfergriff extrudierte Hohlrohre aus Polystyrol (PS) oder Polypropylen (PP) zu verwenden. Unabhängig vom verwendeten Material dürfen keine Calciumalginat-Zusätze hinzugefügt werden. Alternativ können Holz- oder Bambusstäbchen verwendet werden. Kurz gesagt: Der Probentupfer muss eine ausreichende Probenmenge und eine ausreichende Freisetzung gewährleisten. Die verwendeten Materialien dürfen keine Substanzen enthalten, die nachfolgende Tests beeinträchtigen.
2. Viruskonservierungslösung: Auf dem Markt werden zwei Arten von Viruskonservierungslösungen häufig verwendet: eine Viruskonservierungslösung, die auf dem Transportmedium basiert, und eine modifizierte Lösung für Nukleinsäureextraktionslysat.
Hauptbestandteil des erstgenannten Mediums ist Eagle's Basic Culture Medium (MEM) oder Hank's Balanced Salt, dem Salze, Aminosäuren, Vitamine, Glukose und Proteine zugesetzt werden, die für das Überleben des Virus notwendig sind. Diese Aufbewahrungslösung verwendet Phenolrot-Natrium als Indikator. Bei einem pH-Wert von 6,6–8,0 ist die Lösung rosa. Der Konservierungslösung werden Glukose, L-Glutamin und Proteine zugesetzt. Die Proteine liegen in Form von fötalem Kälberserum oder Rinderserumalbumin vor, welches die Proteinhülle des Virus stabilisiert. Da die Konservierungslösung nährstoffreich ist, fördert sie zwar das Überleben des Virus, aber auch das Wachstum von Bakterien. Bei einer Kontamination der Konservierungslösung mit Bakterien vermehren sich diese stark. Das in ihren Stoffwechselprodukten enthaltene Kohlendioxid führt zu einem Abfall des pH-Werts der Konservierungslösung von rosa zu gelb. Daher fügen die meisten Hersteller ihren Rezepturen antibakterielle Inhaltsstoffe hinzu. Als antibakterielle Mittel werden Penicillin, Streptomycin, Gentamicin und Polymyxin B empfohlen. Natriumazid und 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on (MCI) sowie Inhibitoren wie 4-Methyl-4-isothiazolin-3-on (MCI) und 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on (CMCI) werden nicht empfohlen, da diese Komponenten die PCR-Reaktion beeinflussen. Da es sich bei der mit dieser Konservierungslösung hergestellten Probe im Wesentlichen um ein lebendes Virus handelt, bleibt die Originalität der Probe weitestgehend erhalten. Sie eignet sich nicht nur zur Extraktion und zum Nachweis von Virusnukleinsäuren, sondern auch zur Kultivierung und Isolierung von Viren. Es ist jedoch zu beachten, dass bei der Verwendung zum Nachweis die Nukleinsäureextraktion und -reinigung nach der Inaktivierung erfolgen muss.
Eine weitere Konservierungslösung, hergestellt aus Nukleinsäureextraktionslysat, besteht hauptsächlich aus ausgewogenen Salzen, EDTA-Chelatbildner, Guanidinsalzen (z. B. Guanidinisothiocyanat, Guanidinhydrochlorid usw.), anionischen Tensiden (z. B. Dodecan-Natriumsulfat), kationischen Tensiden (z. B. Tetradecyltrimethylammoniumoxalat), Phenol, 8-Hydroxychinolin, Dithiothreitol (DTT), Proteinase K und weiteren Komponenten. Diese Lösung spaltet das Virus direkt, um die Nukleinsäure freizusetzen und die RNase zu eliminieren. Sie eignet sich besonders für die RT-PCR, allerdings kann das Lysat das Virus inaktivieren. Daher ist diese Probe für die Virusanzucht ungeeignet.
Es wird empfohlen, als Metallionen-Chelatbildner in der Viruskonservierungslösung EDTA-Salze (wie z. B. Dikaliumethylendiamintetraessigsäure, Dinatriumethylendiamintetraessigsäure usw.) zu verwenden und nicht Heparin (wie z. B. Natriumheparin, Lithiumheparin) zu verwenden, um die PCR-Detektion nicht zu beeinträchtigen.
3. Aufbewahrungsröhrchen: Das Material des Aufbewahrungsröhrchens sollte sorgfältig ausgewählt werden. Studien deuten darauf hin, dass Polypropylen (Polypropylen) die Adsorption von Nukleinsäuren begünstigt, insbesondere bei hoher Ionenkonzentration. Polyethylen (Polyethylen) ist daher Polypropylen (Polypropylen) vorzuziehen, da es DNA/RNA besser aufnimmt. Behälter aus Polyethylenpropylen-Polymer (Polyallomer) und speziell verarbeitetem Polypropylen (Polypropylen) eignen sich besonders gut für die DNA/RNA-Aufbewahrung. Bei Verwendung eines zerbrechlichen Tupfers sollte das Aufbewahrungsröhrchen möglichst hoch (mindestens 8 cm) sein, um ein Verspritzen und Verunreinigen des Inhalts beim Zerbrechen des Tupfers zu verhindern.
4. Wasser für die Konservierungslösung: Das für die Konservierungslösung verwendete Reinstwasser muss durch eine Ultrafiltrationsmembran mit einem Molekulargewicht von 13.000 filtriert werden, um die Entfernung von Polymerverunreinigungen biologischen Ursprungs wie RNase, DNase und Endotoxin zu gewährleisten. Eine herkömmliche Aufbereitung wird nicht empfohlen. Es kann Wasser oder destilliertes Wasser verwendet werden.
2. Verwendung von Virusprobenröhrchen
Die Probenahme mit dem Virusprobenröhrchen wird hauptsächlich in oropharyngeale und nasopharyngeale Probenahme unterteilt:
1. Oropharyngeale Probenentnahme: Drücken Sie zunächst mit dem Zungenspatel auf die Zunge. Führen Sie dann den Kopf des Probenentnahmetupfers in den Rachen ein, um die beidseitigen Rachenmandeln und die hintere Rachenwand abzuwischen. Wischen Sie die hintere Rachenwand mit leichtem Druck ab und vermeiden Sie dabei, die Zunge zu berühren.
2. Nasopharyngeale Probenentnahme: Messen Sie mit einem Wattestäbchen den Abstand von der Nasenspitze bis zum Ohrläppchen und markieren Sie die Stelle mit dem Finger. Führen Sie das Wattestäbchen in Richtung der vertikalen Nasenrichtung (Gesicht) in die Nasenhöhle ein. Das Wattestäbchen sollte mindestens bis zur Hälfte der Länge des Ohrläppchens und bis zur Nasenspitze reichen. Lassen Sie das Wattestäbchen 15-30 Sekunden in der Nase, drehen Sie es vorsichtig 3-5 Mal und ziehen Sie es dann heraus.
Anhand der Anwendungsmethode – ob Rachen- oder Nasenrachenabstrich – lässt sich leicht erkennen, dass die Probenentnahme ein technisch anspruchsvoller und potenziell kontaminierender Vorgang ist. Die Qualität der gewonnenen Probe hat direkten Einfluss auf die nachfolgende Diagnostik. Weist die Probe eine geringe Viruslast auf, kann dies leicht zu falsch-negativen Ergebnissen führen und die Diagnose erschweren.
Veröffentlichungsdatum: 21. Juni 2020
